"Luna"

März 2012

50 x 70 Acryl auf Leinen

 

An Luna

Schwester von dem ersten Licht,
Bild der Zärtlichkeit in Trauer,
Nebel schwimmt mit Silberschauer
Um dein reizendes Gesicht.
Deines leisen Fußes Lauf
Weckt aus tagverschlossnen Höhlen
Traurig abgeschiedne Seelen,
Mich, und nächt'ge Vögel auf.

Forschend übersieht dein Blick
Eine großgemeßne Weite.
Hebe mich an deine Seite,
Gib der Schwärmerei dies Glück!
Und in wollustvoller Ruh
Säh' der weitverschlagne Ritter
Durch das gläserne Gegitter
Seines Mädchens Nächten zu.

Des Beschauens holdes Glück
Mildert solcher Ferne Qualen,
Und ich sammle deine Strahlen,
Und ich schärfe meinen Blick.
Hell und heller wird es schon
Um die unverhüllten Glieder,
Und nun zieht sie mich hernieder,
Wie dich einst Endymion.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832



Wenn Du Deine Mitte findest, wirst Du stark wie ein Berg;
Dein Inneres birgt wieder neue Energie,
mit der Du bestehen kannst;
teile sie mit anderen und Du erfährst Geborgenheit,
doch verteile nie zuviel,
sonst fängt der Berg an zu bröckeln.


Wage immer wieder mal einen anderen Weg.
Vielleicht wird er leichter,
vielleicht beschwerlicher als dein bisheriger.

Mag sein, du findest dich nicht zurecht,
gehst lieber wieder zurück,
suchst deinen alten, bekannten Weg
und fühlst dich sicherer.

Aber möglich wäre auch,
ein neuer Weg könnte zu deinem werden,
würde dich weiter führen -
bis zu dir.

ƸӜƷ Bild Nr 15 / 69 ƸӜƷ

 

für Lele
Zerbrochen
Skulptur mit Schmetterling
An die Kinder von Silkerode im Oktober 2011

Der Wolf sagt mir,

wenn sie dir nicht zuhören

dann zeig es ihnen

wenn sie nicht sehen

wirst du feststellen das sie taub und blind sind

also hat es keinen sinn danach zu fragen

ob sie dich verstehen

denn wer taub und blind ist

hat nichts zu sagen, was von Bedeutung wäre

 

Herby im Dezember 2011